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Was passiert mit den Spendengeldern? - 06.07.12
Was passiert eigentlich mit Spenden an die Caritas?
Die Caritas geht mit Spendengeld äußerst sorgsam um. Diese Sorgfalt schlägt sich in möglichst geringen Verwaltungskosten und in gut organisierten, effizienten Projekten nieder. Sprich: Hilfe muss im Katastrophenfall Überleben ermöglichen und langfristig den betroffenen Menschen ein besseres Leben eröffnen.
Die Caritas der Diözese Innsbruck ist in der glücklichen Lage, dass die Diözese den Personalanteil des Verwaltungsaufwand mitfinanziert. Dies und eine Selbstbeschränkungserklärung macht unsere geringen Verwaltungskosten
(maximal 7,5 Prozent) erst möglich. Der Jahresabschluss der Caritas Tirol wird von einem externen Wirtschaftstreuhänder erstellt, von einem weiteren unabhängigen Wirtschaftsprüfer kontrolliert und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen. Außerdem werden Projekte der Caritas auch vom Land Tirol, dem Bundesrechnungshof, EU Stellen und anderen öffentlichen Stellen kontrolliert, da ein
Großteil der operativen Caritas-Projekte auch mit öffentlichen Mitteln (mit-)finanziert werden.
Im Fall einer Auslandsspende ist das Um- und Auf, dass die Gelder direkt ankommen. Spenden werden nicht über Regierungen abgewickelt, sondern ausschließlich über unsere lokalen Caritaspartner. Aufgrund des weltweiten Caritasnetzwerkes können wir sehr kostenschonend die Gelder direkt überweisen. Alle Projekte unterliegen einer zeitgemäßen Evaluierung.
Der zweite zentrale Aspekt: Die schlankste Verwaltung nützt nichts, wenn die Hilfe nicht wirkt. Angesichts der Hungersnot im Westsahel bedeutet das kostenlose
Verteilung von Lebensmitteln; subventionierter Verkauf; Food for Work- bzw. Cash for Work-Programme; Errichtung von Vorratsspeichern und die Bereitstellung von Saatgut und Gemüsesetzlingen. In Mali werden 60.000 Personen erreicht. In Burkina Faso soll für
7036 besonders bedürftige Haushalte der Zugang zu Lebensmitteln und Wasser gesichert werden. 21.500 unterernährte Kinder werden über sogenannte Ernährungszentren
(CREN) versorgt. An 2260 Familien wird Saatgut verteilt.
Im Gegensatz zur akuten Überlebenshilfe bei Katastrophen steht in unseren langfristig angelegten Präventionsprojekten die Zukunftssicherung im Mittelpunkt. Folgende Punkte sind der Caritas Tirol dabei besonders wichtig:
- kleine landwirtschaftliche Programme mit BäuerInnen vor Ort
- enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, um das Wissen vor Ort zu nützen
- Schulungen, Empowerment der lokalen Bevölkerung
- Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen
- Unterstützung beim Bau von Getreidespeichern, die den BäuerInnen ermöglichen unabhängig von steigenden Marktpreisen Zugang zu ihrem Getreide zu haben bis die nächste Ernte hoffentlich reif ist
- Saatgutprogramme, Herstellung von Kompost oder Viehzuchtprogramme, die sich an die geänderten Umweltbedingungen anpassen
Unsere langfristig angelegten Wasserprojekte sind gerade in Ländern der Sahelzone wie Burkina Faso oder Mali die beste Vorsorge vor Hungerkrisen.
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