70 Jahre - von Haus zu Haus

Wenn wir die Not vernachlässigter Kinder, die Überforderung von pflegenden Angehörigen, die Belastungen von Familien in der Krise sehen; wenn Obdachlose und Kranke um Betreuung und Begleitung bitten; wenn Perspektivenlose und Ratsuchende an unsere Türen klopfen, dann entfacht das unsere Leidenschaft. Über 40 Caritasstützpunkte in Tirol bemühen sich Tag für Tag, dieser Not eine Antwort und ein Angebot zu geben.

Mehr als 5.000 Menschen erfahren jährlich dadurch Rat und Hilfe. Die öffentliche Finanzierung reicht nie aus, um dies zu ermöglichen.

Die Frühjahrssammlung von Haus zu Haus bildet den großen Grundstock für die Caritas-Arbeit in Tirol. Sie wird nun schon 70 Jahre lang durchgeführt. Sie ist zum Brauchtum geworden, weil es die Menschen brauchen.

Caritas Frühjahrssammlung

70 Jahre von Haus zu Haus

Hildegard ist Caritas-Haussammlerin in Schwaz. Wir begleiteten Sie auf ihrem Weg zu den Menschen. 

Wie können Sie helfen?

Spendenkonto
Raiffeisen Landesbank Tirol
IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950
BIC: RZTIAT22
Verwendungszweck: Frühjahrssammlung 2018
 

Vielen Dank!

„Kleingeld ist nicht weniger wert als große Spenden.“

Monika Geiger ist Haussammlerin in Schwaz (Foto: Caritas). 

Gedanken zur Caritas Haussammlung

Mein Name ist Monika Geiger, ich bin seit 2003 als Regionalreferentin der Caritas für die Dekanate Schwaz und Hall tätig. Im Oktober 2006 eröffneten wir in der Pfarre St. Barbara einen Sozialmarkt, den Barbara Laden, dessen Leitung ich übernehmen durfte.

Mit der Caritas Haussammlung hatte ich am Anfang kaum Berührungspunkte, ich organisierte nur alle zwei Jahre in den Dekanaten das sogenannte „Haussammlertreffen“. Mein Mann war damals im Pfarrgemeinderat der Pfarre St. Barbara und meldete sich als Haussammler. Als er diese Tätigkeit an den Nagel hängte, übernahm ich seine Gebiete. Ich wollte sehen, wie es ist, als Haussammler „auf dem Weg“ zu sein. Bisher hatte ich ja immer nur verschiedene Geschichten bei den Treffen gehört.

Es ist nicht immer ganz einfach, von Haus zu Haus, von Tür zu Tür, zu gehen und um Geld zu bitten. Da die Haussammlung eigentlich immer in die Fastenzeit fällt, sehe ich diesen Dienst für mich als Fastenopfer. Zur besseren Motivation fange ich immer bei einem Haus an, wo ich weiß, dass ich bestimmt gut aufgenommen werde und etwas bekomme. Einige Leute warten schon auf meinen Besuch, einige freuen sich auf ein nettes Gespräch. Natürlich bin ich nicht überall willkommen. Aber auch bei Leuten, die mir nichts geben, die manchmal auch recht abweisend sein können, bleibe ich höflich und schenke ihnen ein Segensband.

Eine Frau sagte einmal zu mir, dass sie mir nichts geben kann, weil sie gerade ihre Arbeit verloren hat. Darauf sagte ich: „Das tut mir leid, ich gebe Ihnen jetzt ein Segensband und hoffe, dass Sie bald wieder eine Arbeit haben.“ Außerdem bot ich ihr noch einige Möglichkeiten der Hilfestellung in unserer Pfarre an. Da holte sie einen Euro heraus und sagte: „DANKE, und das möchte ich Ihnen jetzt geben.“ Dieser Euro war für mich mehr wert als jede große Spende.

Viele Leute sagen auch, dass das Sammeln von Tür zu Tür nicht mehr zeitgemäß ist. Ich finde, dass es immer noch eine gute Möglichkeit ist, in seinem Dorf oder in seiner Stadt wo man wohnt, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Manchmal hört man dann auch, „wo der Schuh“ drückt.

 

Ein Land und seine Menschen pflegen Zusammenhalt

Im Frühjahr bittet die Caritas Tirol traditionell für notleidende Menschen in Tirol. Die Haussammlung, die seit 70 Jahren durchgeführt wird, ist die wichtigste Finanzierungsquelle für die rund 40 Dienstleistungen und Angebote im Inland. Über 5.000 Menschen kann dadurch jährlich in Tirol geholfen werden. Die Caritas erfüllt alle Kriterien des Spendengütesiegels und lässt sich mehrfach kontrollieren. Spenden an die Caritas sind steuerlich absetzbar.