Wärme > Kälte

Durch unsere Arbeit erleben wir aktuelle, gesellschaftliche Entwicklungen hautnah. Wir wissen: Angehörige, die jahrelang gepflegt haben, mussten große Belastungen aushalten. Viele Familien stehen unter Druck und brauchen Unterstützung. Unsere Wärmestuben für obdachlose Menschen sind gerade jetzt in der kalten Jahreszeit ein Hoffnungsort. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen eine Anlaufstelle. Deshalb lenkt die Caritas im November den Blick auf diese vier Bereiche.

Wie können Sie helfen?

Spendenkonto
Herbstsammlung 2017
Raiffeisen Landesbank Tirol
IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950
BIC: RZTIAT22
Kennwort: Herbstsammlung 2017
 

Vielen Dank!

Neu ab 2018 - Auftankwochen

  • „Ich habe nicht mehr die Kraft, aus dem tiefen Loch herauszukommen.“ 

Herr S. hat seine krebskranke Frau bis zu ihrem Tod zuhause gepflegt und begleitet. „Jetzt“, berichtet er traurig, „ist es so, als wär ich in ein tiefes Loch gefallen und ich habe nicht mehr Kraft, herauszukommen.“ Menschen, die ihre Angehörigen pflegten, haben großartiges in unserem Land geleistet. Ihre Geschichten sind voller Liebe, Hingabe und Zuwendung - beinhalten aber auch Verausgabung, Erschöpfung und Überforderung. Nach bzw. schon während der Pflegezeit werden sie nicht selten selbst aufgrund der psychischen und physischen Belastung zu Pflegefällen.  Ab kommendem Jahr bietet die Caritas Tirol Erholungs- und Auftankwochen für Menschen an, die über Jahre ihre Angehörigen betreut haben. Begleitet von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas finden sie im Bildungshaus St. Michael zwei Wochen Zeit zum Aufatmen und Kraft schöpfen. Zur Neuorientierung. Und zum Weitergehen. Mit Ihrer Unterstützung können Sie entweder direkt einem Menschen aus Ihrem Umfeld Auftankwochen schenken oder anderen Pflegenden dieses Angebot ermöglichen.

Familienhilfe: Die soziale Feuerwehr

    Undenkbar: ein Dorf, eine Stadt ohne Feuerwehr. Wenn eine Katastrophe hereinbricht, rückt sie aus und hilft: Schnell, kompetent und mit bester Ausstattung. Gott sei Dank erleben wir diese Katastrophen nicht alltäglich. 

      Ganz anders im Bereich der sozialen Notlagen durch schwerste Erkrankungen, Schicksalsschläge, Tod von Angehörigen, physischer und psychischer Zusammenbruch, permanente Überforderung, Rat- und Hilflosigkeit. Familienhilfe ist hier dringend vonnöten. Sie ist DIE soziale Feuerwehr im Land. Leider nicht überall. Die Landesregierung hat sich von der Unterstützung der Familienhilfe zurückgezogen - die Gemeinden sind nicht immer in der Lage, dieses finanzielle Loch zu füllen. Wer da bleibt, ist nicht selten die Caritas. Sie lässt sich nicht abbringen, diesen zweifelsfrei notwendigen „Katastrophenhilfe-Einsatz“ im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzubieten. Das geht nur mit dem „Treibstoff“ von Spenderinnen und Spendern. Sie sind die „Löschtruppe“ auf dem Brandschauplatz der sozialen Not. Bitte helfen Sie uns weiterhin, diesen Dienst aufrecht zu halten.

      Demenz: Angehörige begleiten

      • „Ich vergesse so viel, verliere manches ... ich hab Angst, dement zu werden. Können Sie mir helfen?“ 
      • „Ich halte ihn nicht mehr aus, er ist so aggressiv, neulich hat er mich geschlagen, ich hab Angst. Er ist mir so fremd geworden. Darf ich meinen Mann ins Heim geben?“

      Diese und andere Fragen landen in unserer Demenzberatung. Angst, Überforderung, Ratlosigkeit und Sorge um die Zukunft sind der Tenor des Wahrgenommenen und Anvertrauten. 

      Bei aller Bedürftigkeit und Irritation – Demenz ist kein Feind. Betroffene und Angehörige brauchen aber Rat und Hilfe, brauchen Menschen, die sie in ihrer Not nicht allein lassen - ein Stück des beschwerlichen Weges mitgehen. Die Angebote des Demenz-Servicezentrums der Caritas Tirol gehen in diese Richtung - derzeit ohne öffentliche Mitfinanzierung. Das hält uns aber nicht auf. Die Liebe zu den Menschen drängt und treibt uns. Wir bitten um Ihren „Rückenwind“. Wir bitten um Ihre Spende. Eine Spende, die sagt, dass niemand vergessen und allein gelassen wird. 

      Wärmestuben

      Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben - damit beginnt der Grundauftrag der Caritas und war und ist durch alle Jahrhunderte hindurch auch ihr Grundangebot.

      Eigentlich glaubten wir, dass Essen und Trinken sowie ein schützendes Dach über dem Kopf in unseren Breiten durch staatliche, öffentliche Fürsorge abgedeckt sein müsste. Leider haben wir in den letzten Jahren die ernüchternde Erkenntnis gewonnen, dass dem nicht so ist. Eine zunehmende Zahl von mittel- und unterstandslosen Menschen klopfen an unsere Türen. Caritas öffnet sie. Die „Wärmestuben“ sind derzeit fixer Bestandteil ihrer Nothilfeprogramme. 

       

      Allein in der „Wolfgang- und Katharina-Stube“ in Innsbruck erhalten täglich über 100 Menschen dieses zentrale Angebot. Der Mensch lebt aber nicht nur vom Brot allein. Warmherzige Zuwendung, ein stets offenes Ohr, beherzte Aufmerksamkeit und manchmal auch ein „Wegweiser“ aus der Einbahn des gescheiterten Lebens ergänzen dieses „runde Angebot“. Zudem gibt es die Möglichkeiten zur Körperpflege. Möglich ist dies nicht zuletzt durch die Großzügigkeit von Spenderinnen, Spendern, Sponsoren und Quartiergebern.