Hilfe > Armut

434.000 Menschen in Österreich gelten als manifest arm. Sie können sich kein nahrhaftes Essen, keine warme Wohnung oder keine neue Kleidung leisten. Wer von Armut betroffen ist, verliert seine Freunde und zieht sich langsam aus der Gesellschaft zurück. Das Eingeständnis, kein Geld für einen Kaffeehausbesuch, einen Ausflug oder die Kinokarte zu haben, fällt auf die Dauer schwer. Die existentielle Unsicherheit, der tägliche Kampf ums Durchkommen und die Furcht, das mühsam aufrechterhaltene Gefüge könnte zusammenbrechen, wenn auch nur eine Beihilfe entfällt, ein Haushaltsgerät kaputt wird oder die Kinder in der Schule oder im Kindergarten Extrageld oder einfach nur Winterkleidung benötigen, bedeutet große Belastung.

Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Menschen in unserer Nachbarschaft kein Auskommen finden. Wir dürfen auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht vergessen. Als Caritas stehen wir für konkrete Hilfe. Von Mensch zu Mensch. Von Gesicht zu Gesicht. Von Herz zu Herz. Deshalb lenkt die Caritas im November den Blick auf drei unerlässliche Bereiche.


Wie Sie helfen können?

Spendenkonto
Herbstsammlung 2018
Raiffeisen Landesbank Tirol
IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950
BIC: RZTIAT22
Kennwort: Inlandshilfe                                             Vielen Dank!

Hoffnung > Verzweiflung: Sozialberatung

„Ohne die Caritas hätte ich es nicht geschafft.“ Frau A. hat vor einigen Wochen ihren an Krebs erkrankten Mann verloren. Neben der psychischen Belastung geriet die nun alleinerziehende Mutter eines vierjährigen Sohnes auch finanziell in Bedrängnis, da sie die hohen Begräbniskosten alleine zu tragen hatte und zudem noch immer auf die Berechnung und Auszahlung der Witwenpension wartet – schließlich war nur ihr Mann berufstätig.  Für die Bezahlung der Miete und den Kauf von Lebensmitteln konnte Frau A. von der Caritas unterstützt werden, da sie nach der Zahlung der Begräbniskosten über keinerlei Ersparnisse mehr verfügte.

Mit kompetenter Beratung kann viel erreicht und Menschen wie Frau A. schnell und unbürokratisch geholfen werden. So stehen in neun Sozialberatungsstellen in der Diözese Innsbruck Caritas Mitarbeiter/innen mit Rat und Tat zur Seite.

Hilfe > Armut: Wärmestuben

Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben - damit beginnt der Grundauftrag der Caritas und war und ist durch alle Jahrhunderte hindurch auch ihr Grundangebot.

Eigentlich glaubten wir, dass Essen und Trinken sowie ein schützendes Dach über dem Kopf in unseren Breiten durch staatliche, öffentliche Fürsorge abgedeckt sein müsste. Leider haben wir in den letzten Jahren die ernüchternde Erkenntnis gewonnen, dass dem nicht so ist. Eine zunehmende Zahl von mittel- und unterstandslosen Menschen klopfen an unsere Türen. Caritas öffnet sie. Die „Wärmestuben“ sind derzeit fixer Bestandteil ihrer Nothilfeprogramme.

Allein in der „Wolfgang- und Katharina-Stube“ in Innsbruck erhalten täglich über 100 Menschen dieses zentrale Angebot. Der Mensch lebt aber nicht nur vom Brot allein. Warmherzige Zuwendung, ein stets offenes Ohr, beherzte Aufmerksamkeit und manchmal auch ein „Wegweiser“ aus der Einbahn des gescheiterten Lebens ergänzen dieses „runde Angebot“. Zudem gibt es die Möglichkeiten zur Körperpflege. Möglich ist dies nicht zuletzt durch die Großzügigkeit von Spender/innen, Sponsoren und Quartiergebern.

Wir > Ich: Familienhilfe

Undenkbar: ein Dorf, eine Stadt ohne Feuerwehr. Wenn eine Katastrophe hereinbricht, rückt sie aus und hilft: Schnell, kompetent und mit bester Ausstattung. Gott sei Dank erleben wir diese Katastrophen nicht alltäglich.

Ganz anders im Bereich der sozialen Notlagen durch schwerste Erkrankungen, Schicksalsschläge, Tod von Angehörigen, physischer und psychischer Zusammenbruch, permanente Überforderung, Rat- und Hilflosigkeit. Familienhilfe ist hier dringend vonnöten. Sie ist DIE soziale Feuerwehr im Land. Leider nicht überall. Die Landesregierung hat sich von der Unterstützung der Familienhilfe zurückgezogen - die Gemeinden sind nicht immer in der Lage, dieses finanzielle Loch zu füllen. Wer da bleibt, ist nicht selten die Caritas. Sie lässt sich nicht abbringen, diesen zweifelsfrei notwendigen „Katastrophenhilfe-Einsatz“ im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzubieten. Das geht nur mit dem „Treibstoff“ von Spender/innen. Sie sind die „Löschtruppe“ auf dem Brandschauplatz der sozialen Not. Bitte helfen Sie uns weiterhin, diesen Dienst aufrecht zu halten.