Für eine Zukunft ohne Hunger

10.07.15

Caritas fokusiert im Europäischen Jahr der Entwicklung auf zwei Schauplätze der Not: Den Nahen Osten und Westafrika 
„Wenn Hunger, Unterernährung und Armut ihr tägliches Brot sind, werden Sie überlegen, die Flucht nach vorne zu ergreifen. Wenn Krieg und rohe Gewalt ihre Heimat zerstören, werden Sie überlegen an einen sichereren Ort zu flüchten“, legte Caritasdirektor Georg Schärmer beim heutigen Start der Kampagne „Für eine Zukunft ohne Hunger“ dar, wie rational Menschen in Not handeln. Ihnen ein Überleben in ihrer Heimat zu sichern bzw. eine Zukunftsperspektive zu eröffnen ist das Ziel des Engagements der Caritas in Westafrika bzw. im Nahen Osten.

 

„Menschen gehen nicht aus bloßer Neugier, Abenteuerlust oder Eroberungssucht von zu Hause weg. Fremde, Asylwerber, Flüchtlinge sind nicht selten Hungrige, Entwurzelte, Rechtlose, materiell Arme, von den Narben des Krieges Gezeichnete. Die Schauplätze der Not, der kriegerischen Konflikte, der Verfolgung und das Elend in Afrika und den Flüchtlingslagern im Nahen Ostens dürfen niemanden unberührt lassen“, ist Bischof Manfred Scheuer überzeugt, dass es unser aller Verantwortung ist, sich für eine Zukunft ohne Hunger zu engagieren.

 

Während die Caritas in Westafrika in ihren Schwerpunktländern Mali und Burkina Faso mit langfristig angelegten Ernährungs-, Landwirtschafts-, Wasser-, Viehzucht- und Bildungsprojekten allein im letzten Jahr 120.034 Menschen ermöglicht hat in ihrer Heimat eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen, steht im Nahen Osten die Nothilfe für syrische Flüchtlinge im Vordergrund. 

 

Ein Land so groß wie Tirol mit 1,2 Millionen Flüchtlingen
Als Folge des blutigen, seit 2011 tobenden, Bürgerkrieges sind 4 Millionen Menschen aus Syrien hauptsächlich in die Nachbarländer Libanon, Jordanien und die Türkei geflohen. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. Der Libanon, der flächenmäßig so groß wie Tirol ist und 4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner hat, hat 1,2 Millionen registrierte Flüchtlinge aufgenommen. Ihre Lebensumstände sind allerdings äußerst prekär: Traumatisiert durch Krieg und Gewalt, in schlecht bezahlten Jobs, in Sorge, wie das Leben zu finanzieren ist. Sie leben in zerstörten Häusern, Rohbauten, Baracken und Zelten. Die meisten Kinder können die Schule nicht besuchen. 

 

„In enger Zusammenarbeit mit der Caritas Libanon verteilen wir Lebensmittelpakete, Hygieneartikel, Decken, Matratzen und Kleidung an bedürftige Flüchtlingsfamilien. Kindern ermöglichen wir die Schule zu besuchen. Wir kümmern uns aber auch um den Zugang zu medizinischer Hilfe, zu Medikamenten und zu psychologischen Beratungen. Damit schenken wir Menschen in Krisen das Wissen, dass nicht Gewalt und Terror das letzte Wort haben, sondern die Hoffnung auf bessere Tage“, beschreibt die gebürtige Tirolerin Sabine Wartha die Nothilfemaßnahmen der Caritas. Sie leitet die humanitäre Hilfe der Caritas Österreich seit 2002.

 

Aktionen & Möglichkeiten sich für eine Zukunft ohne Hunger zu engagieren

-> Caritas-Aktionstag „Für eine Zukunft ohne Hunger“
31. Juli - 10 bis 16 Uhr - Maria-Theresien-Straße – Innsbruck
Wie schmeckt eisgekühlter Hibiskustee? Was ist ein Bouli? Wie hilft er gegen Hunger? Warum ist Hunger besonders für Kinder unter fünf Jahre dramatisch? Lukullische Kostproben und Infos aus erster Hand geben Georg Schärmer (Caritasdirektor), Andrä Stigger (Leiter der Caritas Tirol Auslandshilfe), die Projektreferentinnen für Burkina Faso und Mali Verena Egger und Elisabeth Förg. Darüber hinaus wird Hirse gestampft, eine Mini-Fotogalerie gibt Einblicke in die Projektarbeit und ein „Bildungsüberfall“ des Welthauses ist in Vorbereitung. 

 

-> Caritas-Aktionstag Sammelaktion „Für eine Zukunft ohne Hunger“ 
1. August – 8 bis 12 h – vor MPREIS Filialen
Freiwillige Helferinnen und Helfer bitten um Spenden für Menschen, die nicht genug zu essen haben. Sie kommen u.a. Kindern und ihren Müttern in den Caritas Ernährungszentren in Burkina Faso zugute. Dort bekommen Mütter für ihre unter- bzw. mangelernährten Kleinkinder Babynahrung und werden über abwechslungsreiche, gesunde Ernährung geschult. 

 

->(M)ein leeres Marmeladeglas als Katastrophenhelfer 
Bitte ein leeres Glas suchen, das selbstklebende Etikett anbringen, Kleingeld einwerfen und dann auf das Caritaskonto überweisen. Infos & Bestellungen für die selbstklebenden Aufkleber bei Gabriele da Pozzo, Telefon 0512 7270 802 oder per Mail unter g.dapozzo.caritas@dibk.at

 

-> Spendenkonto 
Raiffeisenlandesbank Tirol 
IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950 BIC: RZTIAT22 
Kennwort „Für eine Zukunft ohne Hunger“ 

Spenden für die Caritas sind steuerlich absetzbar. Vielen Dank!

 

Für eine Zukunft ohne Hunger

Ich spende
  • Caritasdirektor Georg Schärmer, Bischof Manfred Scheuer und die Leiterin der Humanitäre Hilfe Caritas Österreich Sabine Wartha im Gespräch.

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  • Die Leiterin der Humanitäre Hilfe Caritas Österreich Sabine Wartha berichtet über die prekäre Situation für die syrischen Flüchtlinge im Libanon

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  • Geschichte, wie die der kleinen Hamida bewegen.

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  • Bischof Manfred Scheuer, die Leiterin der Humanitäre Hilfe Caritas Österreich Sabine Wartha und Caritasdirektor Georg Schärmer eröffneten die Pressekonferenz zur Caritas Kampagne "Für eine Zukunft ohne Hunger"

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  • Eine Möglichkeit den Menschen in Westafrika und den Opfern des Syrienkonfliktes zu helfen ist das Caritas Marmeladenglas.

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