Caritas Tirol eröffnet neue Notschlafstätte „Bethlehem“ für Flüchtlingsfamilien

22.12.15

30 Betten für Flüchtlingsfamilien, alleinstehende Frauen und Mütter, ein „Lückenfüller“ zur Eindämmung der Obdachlosigkeit, Ehrenamtliche gesucht – das sind die drei Eckpunkte der neuen Caritas-Notschlafstelle für Asylwerberinnen und Asylwerber. Bischof Manfred Scheuer wird diese morgen, Mittwoch, 23. Dezember, segnen. 

„Wir sind ein Bindeglied zwischen der Bundes- und Landesversorgung. Wir nehmen Schutzsuchende auf, die vom Bund aus Platzgründen nicht aufgenommen werden können und sonst Gefahr laufen obdachlos zu werden“, erklärt der Flüchtlingskoordinator der Diözese Innsbruck, Caritasdirektor Georg Schärmer. 

Familien, Frauen und Kindern, die um Asyl angesucht haben und noch keinen Platz in der Bundesversorgung bekommen haben, können in der heute eröffneten Notschlafstelle oft nach langer Zeit zum ersten Mal zur Ruhe kommen, durchatmen, schlafen, essen und sich pflegen. Die Menschen können so lange in der Notschlafstelle bleiben, bis ein Heimplatz für sie frei geworden ist.

 

Freiwillige dringend gesucht 

Für die Betreuung untertags bzw. in der Nacht sucht die Caritas noch ehrenamtliche HelferInnen. Untertags sind die Dienste jeweils maximal vier Stunden lang: von 8 – 12 Uhr, von 12 – 16 Uhr, von 16 – 20 Uhr und von 20 – 23 Uhr. Der Nachtdienst startet um 23 Uhr und endet um 8 Uhr morgens. Interessierte schreiben bitte einfach ein Mail oder rufen die Mobilnummer 0676/8730-6201

 

Netz der Solidarität spannt sich - Danke

Die Pfarre Dreiheiligen mit ihrem zuständigen Pfarrer Propst Florian Huber stellt die Räumlichkeiten für die Caritas-Notschlafstelle zur Verfügung. „Bei ihnen bedanke ich mich ebenso herzlich wie bei den Firmen, die uns so tatkräftig unterstützt haben“, so die Leiterin der Notschlafstelle Margot Fischer und der zuständige Bereichsleiter Jürgen Gschnell. 

 

Die Caritas Tirol bedankt sich für die wertvolle und unersetzliche Unterstützung  für Schutz suchende Menschen, ohne die die neue Notschlafstelle nicht möglich gewesen wäre: IKEA hat Möbel, Haushaltsgeräte, Bettwäsche, Handtücher und Geschirr gespendet. Damit konnte die Notschlafstelle eingerichtet werden. Einen ebenso wichtigen Beitrag haben dm drogerie markt, MPREIS und Gasteiner Mineralwasser geleistet.