Ja zu Werte-voller Kinder-Zeit

17.02.16

Anlässlich eines Symposiums zum Thema „Werte-volle Kinderzeit“ reißt heute die Plattform Kinderbetreuung Tirol, die Dachorganisation der privaten Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen Tirols, eine Wertediskussion an. „Unsere Kinder werden auf Grundlage des selbst Erlebten, Erfahrenen und Gedachten über das Morgen entscheiden. Wir tragen Verantwortung dafür, mit welcher Haltung wir den Kindern begegnen, welche Werte wir den Kindern vorleben und welche Kompetenzen wir fördern. Kinder nur zum Funktionieren zu bringen, das lehnen wir ab“, so Reingard Weissensteiner, die Sprecherin der Plattform und Bereichsleiterin der Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen der Caritas. 

Im Mittelpunkt des Symposiums am Samstag, das mit 240 Teilnehmer/innen ausgebucht ist, steht die Bewusstseinsbildung von Eltern und Fachpersonal. Weiteres Ziel ist den Mehrwert, die Vielfalt und die Qualität privater Kinderbetreuung für die Tiroler Bildungslandschaft sichtbar zu machen. „Der Austausch zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Einrichtungen, Tageseltern und Eltern ermöglicht den Blick über den Tellerrand, kann neue Perspektiven schaffen und auch entlasten. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema Werte erweitert den Horizont, stärkt die Kompetenzen und fördert die Vernetzung“, beschreibt Reinhilde Wünsch-Maurer die Intention des Symposiums. Sie ist Gründungsmitglied, stellvertretende Sprecherin der Plattform und Geschäftsführerin der Kinderfreunde Tirol. 

 

 

Ein Drittel aller Kinder in privaten Betreuungseinrichtungen – 71 % der Krippen und die Hälfte der Horte werden von privaten Trägern angeboten

Die Plattform Kinderbetreuung Tirol ist die Interessensgemeinschaft der privaten Kinderbetreuungseinrichtungen in Tirol. Zum gemeinnützigen Verein zählen Träger von Kindergruppen, Kinderkrippen, Kindergärten, Horten und Tagesmüttervereine. Derzeit werden 9.200 Kinder in privaten Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen betreut. Das entspricht einem Drittel aller Kinder in Betreuungseinrichtungen. Im Krippenbereich sind mit 71 % rund zwei Drittel aller Träger privat, bei den Horten knapp die Hälfte und bei den Kindergärten 16 %.

 

„Kinder sind die Wurzeln des Lebensbaumes unter dem wir uns in Zukunft finden. Werteerziehung ist die humanitäre Zukunftsaktie, die wir unbedingt zeichnen müssen. Schutz und Förderung der Kinder brauchen eine neue ‚Radikalität‘. Wir als Caritas versprechen diese zu pflegen“, kündigte Caritasdirektor Georg Schärmer im Rahmen des Pressegesprächs an.