Werden wir gemeinsam DurstStiller

27.06.18

Caritasdirektor Georg Schärmer, Bischof Hermann Glettler und Julia Stabentheiner (Leiterin der Caritas Auslandshilfe) präsentierten die DurstStiller-Flaschen (Foto: Caritas Tirol).

 

Die Caritas der Diözese Innsbruck ist bereits seit den 1970er Jahren in den westafrikanischen Ländern Burkina Faso und Mali tätig. Grund dafür war die damalige Hungerkrise in Burkina Faso. Seit damals steht sie den Menschen als verlässlicher und langfristiger Begleiter zur Seite. Mit den Spenden aus der traditionellen Sommersammlung hat sich die Caritas Tirol seit Jahren als wichtiger Partner von lokalen Hilfsorganisationen etabliert. Allein im letzten Jahr wurden mit 925.000 Euro Projekte in Westafrika unterstützt. Der Großteil konnte dabei über Spenden finanziert werden. 

Schwerpunkt: Wasserversorgung

Lebensgrundlagen vor Ort schaffen – das ist sowohl in Burkina Faso als auch in Mali das Ziel der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit mit erfahrenen Partnern vor Ort. Gerade in der Sahel-Zone sind die Lebensbedingungen extrem. Regelmäßig kommt es zu Hungerkrisen, der Klimawandel ist stark zu spüren. Wenn nicht die Hitze die Ernte zerstört, dann sind es sintflutartige Regenfälle, die ganze Felder hinwegschwemmen. Zu diesen klimatischen Herausforderungen kommen die schlechte Infrastruktur und unzureichende Wasserversorgungen – speziell in den ländlichen Gebieten, sowie schlechte Bildung und mangelndes Wissen über nachhaltige Landwirtschaft. Die Folgen sind Armut und Hunger. Um für die Bevölkerung in den Dörfern sauberes Trinkwasser zu sichern sowie den Anbau von Obst und Gemüse zu ermöglichen, unterstützt die Caritas Tirol beispielsweise die Wasserexperten "Brigade Hydraulique Rurale Mobile" (BHRM). Letztere werden bereits seit 20 Jahren von der Caritas Tirol für den Bau, die Reinigung sowie die Revitalisierung versandeter Brunnen in der Diözese Kayes in Mali unterstützt. „Wann immer ich die Menschen in der Region frage, was das größte Problem im Land ist, ist die Antwort ‚Wasser‘.173 Brunnen, die ca. 90.000 Menschen nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen, wurden bereits errichtet – und es wird weiter gebaut“, betonte Julia Stabentheiner, Leiterin der Caritas Auslandshilfe, bei der heutigen Pressekonferenz zum Auftakt der diesjährigen Sommersammlung.

Schauplatz Vorderer Orient und Osteuropa

20 Prozent der Caritas-Sommersammlung fließen außerdem in die Versorgung der Flüchtlinge rund um Syrien und in der Ukraine. Erneuerung des Hausrates, Nahrungsergänzung und vor allem Förderung der Kinder bilden den Schwerpunkt der Katastrophenhilfe der Caritas. Bischof Hermann Glettler war erst vor kurzem in Syrien, um sich ein Bild von der Hilfe vor Ort zu machen: „Sommersammlung heißt, dass wir uns vernetzen und den Blick in andere Länder richten. Wir leben nicht nur in Europa, wir leben auf einer Welt“, so Glettler.

DurstStiller-Flaschen

Bei der diesjährigen Sommersammlung können erstmals Radflaschen ab einer Spende von 5 Euro erworben werden. Die Flaschen sind biologisch abbaubar und pba frei. Zu erwerben gibt es die Flaschen bei der MPreis-Sammlung am kommenden Freitag, 29. Juni von 12-18 Uhr vor den Filialen, im Tirol Shop Innsbruck, bei Rueckenwind sowie im Webshop der Caritas. „Jeder von uns hat es schon einmal erlebt – ob im Rahmen einer langen Wanderung oder in einem trockenen und überhitzten Raum – Durst. Durst schmerzt, schnürt einem die Kehle zu, lässt uns manchmal sogar in Panik geraten. Gemeinsam können wir zu DurstStillern werden“, betonte Caritasdirektor Georg Schärmer abschließend.