Ein Tag im Zeichen des Ehrenamts

19.03.19

 

Mit dem neunten Freiwilligentag brachte die Freiwilligenpartnerschaft Tirol, eine Initiative von Land Tirol und Caritas, sowie ihre Kooperationspartner/-innen einer Vielzahl von Menschen freiwilliges Engagement auf zeitlich begrenzte Weise näher. Von Reutte bis Lienz stellten sich Einzelpersonen, Gruppen und Firmen in das Zeichen des Ehrenamtes und engagierten sich in verschiedenen Projekten vom Anlegen eines Kräutergartens mit Kindergartenkindern über Pizza backen mit Bewohner/innen des Seniorenheimes bis hin zu Eier färben und malen mit Menschen mit Behinderung. 

„Das Ehrenamt hat in Tirol einen sehr hohen Stellenwert, welchen wir auch künftig stärken und unterstützen. Die Ehrenamtlichen sind in vielen Bereichen oft das entscheidende Glied in einer Kette – ob bei der Betreuung von Kindern und älteren Menschen, der Mithilfe in Blaulichtorganisationen oder der unterstützenden Arbeit im Vereinswesen: Ihre Leistungen sind unbezahlbar und für unser Land eine große Bereicherung“, freut sich LH Günther Platter, dass sich bereits jede und jeder zweite Tiroler/-in ehrenamtlich engagiert. „Beim Freiwilligentag erhielten über 400 Interessierte spannende Einblicke in die Vielfältigkeit des Ehrenamtes. Solche ‚Schnuppertage‘ sind wichtig: Sie können nicht nur das Interesse für langfristiges Engagement wecken, sondern zeigen auch auf, welch starker Einsatz sich hinter den unterschiedlichen Tätigkeiten verbirgt. Daher ist es uns auch stets ein Anliegen, diese Leistungen vor den Vorhang zu holen“, verweist LH Platter auf vom Land Tirol veranstaltete Ehrungen wie die Tage des Ehrenamtes, Glanzleistungen oder die Verdienstkreuzverleihungen. „Der Freiwilligentag hat auch heuer wieder viele Menschen motiviert, sich ehrenamtlich im Dienste der Gemeinschaft einzusetzen.“

„Das Indische Springkraut oder der Sommerflieder sind eigentlich schöne Pflanzen. Trotzdem müssen sie entfernt werden, denn sie gefährden langfristig die Artenvielfalt“, weiß LRin Gabriele Fischer und packte daher mit an, als beim Freiwilligentag den invasiven Pflanzen – den Neophyten – der Kampf angesagt wurde. „Ob mit Gartenhandschuhen und Harke einen wertvollen Beitrag für die heimische Vegetation zu leisten oder bedürftigen Menschen eine zu Hand reichen – die Spanne der Ehrenamtlichkeit ist weit und jede Geste ist wertvoll und hilfreich“, ist LRin Fischer überzeugt. „Die Bedeutung des freiwilligen Engagements ist unbestritten – es gibt keinen Lebensbereich, der nicht maßgeblich von Freiwilligen oder Vereinsarbeit geprägt ist: Im Sozial- und Kulturbereich, aber auch in der Arbeit mit Jugendlichen und älteren Menschen, bei Einsatzorganisationen oder im Migrationsbereich ist das Ehrenamt eine tragende Säule unserer Gesellschaft“, betont LRin Fischer und bedankt sich bei den tausenden Tirolerinnen und Tirolern, die mit ihrem unentgeltlichen Einsatz maßgeblich dazu beitragen, dass unser Land ein besseres ist.

„Freiwillige sind ein Hoffnungszeichen und ein Hinweis, dass das Wir in unserem Land noch ein wenig größer geschrieben wird als das Ich. Tirol verfügt über eine Hochkultur des freiwilligen Engagements. Diesen Schatz gilt es zu würdigen und zu pflegen. Die Förderung der Freiwilligenarbeit ist ‚die‘ Zukunftsaktie. Zukünftig werden wir noch mehr aufeinander angewiesen sein“, betont Caritas-Direktor Georg Schärmer.

„Es ist immer wieder faszinierend, die Freude und das Engagement der Freiwilligen in den verschiedenen Einrichtungen mitzuerleben. Gerade darum ist der Freiwilligentag für uns jedes Jahr ein Höhepunkt.“, unterstreicht Veronika Latta-Flatz vom Freiwilligen Zentrum Tirol Mitte abschließend.