Ein ganz besonderes Angebot in der Reichenau

17.09.19

Die Parkbetreuer Rachelle Miner und Dennis Höpfel mit ihrem Ziehwagerl voller Spiel- und Sportsachen (Foto: Caritas Tirol).

 

Anfang 2018 führte die Caritas mit Unterstützung der Plattform Offene Jugendarbeit (POJAT) eine Stadtteil-Analyse in der Innsbrucker Reichenau durch. Eine Erkenntnis: Es braucht ein Angebot für Kinder, will man sich nicht mit dem unkontrollierten Treiben und vereinzelten Vandalen-Akten abfinden. Nach zusätzlichen Inspirationen, die man sich in Wien einholte, wo es seit 26 Jahren ein ähnliches Angebot in öffentlichen Parks gibt, wurde die Parkbetreuung für die Reichenau konzipiert: Spiel, Sport, Konfliktregelung und Gespräche fanden sich in der Angebotspalette.

Als Träger fand sich das Caritas Jugendzentrum „Space“ mit den Subventionspartnern Stadt Innsbruck und Land Tirol. Die positiven Erfahrungen aus dem Jahr 2018 führten dazu, dass das Angebot 2019 in die Verlängerung ging. Von April bis Oktober gibt es die Freizeitbetreuung in den Parks. Am Dienstag und Donnerstag findet sie von 14:30 bis 18:00 Uhr im Lodenareal und am Samstag von 14:30 bis 18:00 Uhr im Grüngürtel Reichenau West statt. Konkret machen sich dabei die beiden Parkbetreuer Dennis Höpfel und Rachelle Miner mit ihrem Ziehwagerl voller Spiel- und Sportsachen, ab und zu auch mit einer gesunden Jause, auf den Weg in den Park. Es wird eine Picknick-Decke aufgebreitet und dann der Kreativität freien Lauf gelassen – vom Uno spielen bis hin zu sportlichen Aktivitäten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Im Sommer gab es auch einen gemeinsamen Kino- und Schwimmbadbesuch.

Das Angebot findet großen Zuspruch bei den Jugendlichen: „Die Parkbetreuung ist eine Bereicherung und eine sinnvolle Ergänzung zur offenen Jugendarbeit im Stadtteil Reichenau, da es für Kinder und Jugendliche bis zum 12. Lebensjahr kein kostenloses Angebot gibt“, so Melania Jakober, Leiterin des Caritas Jugendzentrum Space. „Kinder und Jugendliche sind selten Mittelpunkt der Programme der Politik. Umso mehr freut es mich, dass Land und Stadt den Ausbau der offenen Jugendarbeit zunehmend fördern“, freut sich auch Caritasdirektor Georg Schärmer.