Hilfe > Armut

Offene Türen – warme Herde. Gemeinsam schenken wir Wärme. Ein kleiner Beitrag von uns macht einen großen Unterschied für Menschen in Not in Tirol. Werde auch du Wärmespender! 

Gerade jetzt in den kalten und düsteren Monaten freuen sich viele auf das „Heimkommen“ in ein warmes Zuhause mit einem eingeheizten Ofen oder einer Zentralheizung. Für uns ist dies meist selbstverständlich – für andere ein Luxus. Rund 1,2 Millionen Österreicher/innen sind laut Statistik Austria armutsgefährdet – das ist fast jede/r Siebte. Neben Langzeitarbeitslosen und Migrant/innen sind vor allem Kinder und Jugendliche aus Ein-Eltern-Haushalten von Armut betroffen. Rund 332.000 Kinder und Jugendliche gelten als armutsgefährdet.

Alles tun, um über die Runden zu kommen

Armut bedeutet für viele Menschen, am Monatsende zu entscheiden, ob man etwas zu Essen kaufen oder die Wohnung heizen soll. Armut bedeutet, einen großen Teil des Einkommens für Wohnen und Energie auszugeben. Armut bedeutet, in feuchten, schimmligen Räumen zu wohnen, weil die Wohnung nicht angemessen warmgehalten werden kann oder die kalten Tiroler Winter überhaupt auf der Straße zu verbringen. Armut bedeutet, dass zusätzliche oder unerwartete Ausgaben wie die Reparatur der Waschmaschine oder Heizung nicht getätigt werden können.

Und trotzdem: Armut bedeutet keinesfalls, dass Menschen aufgeben. Armutsbetroffene wissen genau, wie sie den Gürtel noch enger schnallen können, um ein Auskommen für sich und ihre Liebsten zu finden. Beim Einkauf von Lebensmitteln suchen sie nach den günstigsten Angeboten. Erst, wenn das Geld auch für die reduzierte Ware nicht mehr reicht, wird im Sozialmarkt eingekauft. Um Kosten zu sparen, wird möglichst wenig Warmwasser verbraucht. Und zu Weihnachten oder Geburtstagen kratzen armutsbetroffene Mütter und Väter oft das letzte Geld zusammen, um ihren Kindern kleine Geschenke kaufen zu können. 

Wie Sie helfen können?

Spendenkonto
RLB Tirol
IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950
BIC: RZTIAT22
Kennwort: Inlandssammlung 2019                                             Vielen Dank!


Hoffnung > Verzweiflung: Wärmestuben

„Ich habe einen großen Willen und gebe nicht auf.“ 
Die Kindheit von Herrn J. war von der Alkoholsucht des Vaters geprägt. Oft wurden er, seine Mutter und Schwester im Rausch geschlagen. Nach der Scheidung versuchte die Mutter, die beiden Kinder mit dem Nötigsten über die Runden zu bringen.

Mit dem Beginn seiner Schlosserlehre schien sich die Situation von Herrn J. zu verbessern, bis er im Alter von 16 Jahren einen schweren Autounfall nur knapp überlebte. Die Lehre konnte er nicht mehr fortsetzen. Herr J. versuchte, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und zog um, doch sie holte ihn immer wieder ein und er Griff zu Alkohol und Drogen. Als noch dazu seine große Liebe nach 13 Jahren Beziehung verstarb, riss es Herrn J. den Boden unter den Füßen weg und er landete schließlich auf der Straße.

Täglich besucht er die Caritas Wärmestube. Dort erhält Herr J. eine warme Mahlzeit und ein stets offenes Ohr für seine Anliegen. Mittlerweile konnte über die Caritas eine kleine Wohnung für Herrn J. gefunden werden.

Hilfe > Armut: Sozialberatung

„Die Caritas ist unser Anker.“
Seit Monaten ist die finanzielle Situation von Familie A. besorgniserregend. Alles begann mit der Stromnachzahlung und der Kündigung des Arbeitsverhältnisses von Herrn A.. Das Geld wurde immer knapper und ihre ältere Tochter hatte gerade ihren ersten Schultag. Sie hatte weder eine ordentliche Schultasche, noch Herbstbekleidung – das Geld reichte einfach nicht.

Frau A. hatte nie große Erwartungen, aber dass sie ihrem Kind nun auch das Nötigste nicht mehr geben kann, belastet sie sehr. Die Angst, die Wohnung zu verlieren, ist beklemmend. In der Caritas Sozialberatung fand Familie A. Hilfe: Mit dem Vermieter wird nach einer gemeinsamen Lösung gesucht, eine Schultasche und Kinderkleidung konnte gekauft werden. Herr A. hatte bereits einige Bewerbungsgespräche für eine neue Arbeitsstelle. 

 

Hinsehen > Wegsehen: Demenz-Servicezentrum

„Ich halte ihn nicht mehr aus - er ist so aggressiv geworden.“
Der Mann von Frau P. hat Demenz. Seit 35 Jahren sind die beiden glücklich verheiratet und jetzt ist nichts mehr wie es einmal war: „Ich habe Angst vor ihm. Er ist mir fremd geworden. Darf ich ihn in ein Heim geben?“ Diese Frage quält Frau P. seit geraumer Zeit.

Das Demenzservice-Zentrum der Caritas Tirol begleitet die Pensionisten auf ihrem schwierigen Weg. Beim Angehörigencafe kann sie sich mit anderen Gesprächspartner/innen austauschen, die ein ähnliches Schicksal teilen. Bei der Demenzberatung erhält sie wertvolle Alltagstipps von qualifizierten Mitarbeiter/innen.