Caritas Katastrophenhilfe

Routinierter Ausnahmezustand an den Brennpunkten der Not

Dank des Internationalen Caritas-Netzwerkes in über 160 Ländern sind die Caritas-Helfer/innen im Katastrophenfall rasch zur Stelle und kennen die Gegebenheiten vor Ort. Essen, sauberes Trinkwasser, Hygieneartikel, Kleidung und Notunterkünfte - in der ersten Phase der Katastrophenhilfe liegt das Hauptaugenmerk darauf Überleben zu sichern, die größte Not zu lindern und die Würde der betroffenen Menschen zu wahren. Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, denGrundstein für eine sich selbst tragende Entwicklung zu legen. Dabei stehen Maßnahmen für den Wiederaufbau im Mittelpunkt und ermächtigt die Menschen wieder auf eigenen Beinen zu stehen z.B. mit Einkommen schaffenden Projekten.

Hilfe wirkt – Vorsorge ist die beste Überlebenshilfe

Gerade Hungersnöte sind Katastrophen, die in vielen Fällen abzuwenden wären. Mit vorausblickenden und an die jeweiligen Herausforderungen angepassten Vorsorgeprojekten kann viel menschliche Not verringert werden. Die Katastrophenvorsorge ist deshalb ein zentrales Anliegen in der langjährigen Entwicklungszusammenarbeit in unseren Schwerpunktländern Mali, Burkina Faso, Rumänien, Armenien und dem Kosovo.

Vergessene Katastrophen

Realität ist: Die Zahl der Katastrophen ist in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen. Nicht alle werden in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Gerade die stillen und die schleichenden Katastrophen laufen Gefahr vergessen zu werden. Das zeigt auch ein Blick auf die Zahlen: Laut Rotem Kreuz bleiben 91% der Katastrophen weltweit unbemerkt. Oft deshalb, weil eine große Katastrophe zahlreiche andere, gleichzeitig passierende Katastrophen überdeckt.

Humanitäre Hilfe in der Praxis - Unsere Prinzipien

  • Menschlichkeit: Der Zweck humanitären Handels ist der Schutz des Lebens und der Gesundheit,sowie der Respekt gegenüber den Menschen.
  • Neutralität: Bei Feindseligkeit dürfen Akteure der humanitären Hilfe keinerlei Position beziehenoder sich an politischen, ethnischen, religiösen oder ideologischen Auseinandersetzungen beteiligen.
  • Unparteilichkeit: Die dringendsten Fälle von Not haben Priorität, ohne Unterscheidung von Geschlecht,ethnischer Zugehörigkeit, Religion, sozialer Herkunft oder politischer Auffassung.
  • Unabhängigkeit: Humanitäre Hilfe darf nicht von politischen, wirtschaftlichen oder militärischenZielen geleitet sein.