Vier Kinder sitzen zu einem Gruppenfoto zusammen.

Die Caritas unterstützt vor dem Krieg geflohenen Familien dabei, sich dauerhaft eine Zukunft in ihrer neuen Heimat Armenien aufzubauen. © Jork Weismann

Nothilfe nach dem Krieg

Vor einem Jahr hätte sich die Familie M. nicht vorstellen können, dass sie sich in der Region Gegharkunik in Armenien wiederfinden würde. Bis dahin lebte die Familie in einem Dorf in der Region Bergkarabach. Sie hatten einen großen Bauernhof und es ging ihnen sehr gut. Deshalb  waren sie immer großzügig zu Menschen, denen es schlechter ging. Doch dann kam der Krieg und sie mussten nach Armenien flüchten.

Armenien ist aktuell nicht nur von der Covid-19-Krise betroffen, sondern insbesondere auch vom Konflikt in Bergkarabach, der viele Flüchtlinge hervorgebracht hat. Die geflüchteten Familien und ihre Kinder, aber auch die Aufnahmegemeinschaften, benötigen Unterstützung, um diese Doppelbelastung abfedern zu können. Diese bietet die Armenische Caritas (AC) im Rahmen eines groß angelegten Projektes in Armenien und Georgien, das gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz, dem Hilfswerk International, der Caritas Österreich und den Partnerorganisationen vor Ort umgesetzt wird. Dieses Projekt verbindet dringend benötigte Katastrophenhilfe mit gezielten und nachhaltigen Entwicklungsmaßnahmen.

Die Armenische Caritas bietet Mietzuschüsse für Familien, psychosoziale Betreuung, um soziale Isolation und Kriegstraumata zu bewältigen, sowie Rehabilitationsdienste für verwundete Soldaten. Damit langfristig der Lebensunterhalt eigenständig gesichert werden kann, gibt es mehrere Unterstützungswege: Integration in den Arbeitsmarkt durch berufliche Aus-/ Weiterbildungen und die Bereitstellung von Arbeitsmitteln, um auch selbständig tätig werden zu können. Für jene Frauen und Männer, die erfolgversprechende Geschäftsideen haben, gibt es eine umfassende Begleitung bis hin zur konkreten Umsetzung.

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