Demenzfreundliche Regionen

Gemeinsam mit interessierten Gemeinden und unseren Systempartnern aus Pflege und Betreuung gestalten wir demenzfreundliche Lebensräume in Tirol.

Für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen in Tirol gibt es Rat und Unterstützung. Um das Thema „Demenz“ in den Alltag und die Gesellschaft zu holen, gründet die Caritas Tirol gemeinsam mit Gemeinden, Systempartnern aus der Pflege und Betreuung, betroffenen Angehörigen und anderen Engagierten „Demenzfreundliche Regionen“. 

 

Hilfe vor Ort finden für ein gutes Leben bei Demenz

Ziel ist, dass Menschen mit Demenz, ihre Familien, Freunde und Bekannten „gut leben“ können. In Veranstaltungen wird über das Krankheitsbild „Demenz“ aufgeklärt, Hilfs- und Entlastungsangebote in der Region werden besprochen. Und es wird ein Bogen zwischen Angehörigen von Menschen mit Demenz und den Pflege- und Beratungsstellen gespannt. Ebenso geht es uns darum, den Respekt für Menschen mit Demenz und ihre betreuenden An- und Zugehörigen in der Öffentlichkeit zu stärken. 

Folgende "Demenzfreundliche Regionen" gibt es bereits:

Netzwerk für eine demenzfreundliche Region Imst

Als Modellregion haben wir in der Stadt Imst bereits im Herbst 2013 begonnen, uns gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern der regionalen Sozialinstitutionen und den Sozialpolitikerinnen für ein gutes Leben bei Demenz in Imst stark zu machen. Mit diesem gemeinsamen Anliegen entwickelten wir das Netzwerk für eine demenzfreundliche Region Imst. 

Das Demenz-Servicezentrum der Caritas wurde auf Wunsch aller zum Dreh- und Angelpunkt des Netzwerkes und im Widum angesiedelt. Es bietet vertrauliche, kostenlose Beratung für Angehörige von Menschen mit Demenz, ein Angehörigencafé Demenz und vieles mehr. 

Zusätzliche Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz in den beiden Pflegeheimen der Stadt Imst wurden ebenfalls geschaffen. 

Auch eine Fort- und Weiterbildungsinitiative des Fachpersonals in der Pflege und Betreuung haben die Netzwerkpartnerinnen und –partner ermöglicht. 

Inzwischen hat sich ein Freundeskreis aus betreuenden Angehörigen und engagierten Imsterinnen und Imstern organisiert und wird gemeinsam mit der Caritas ein Demenz-Projekt in die Schulen der Stadt tragen. Außerdem bilden wir im Herbst 2016 ehrenamtliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter für pflegende Angehörige aus. 

Imst ist in den letzten drei Jahren demenzfreundlicher geworden. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, damit wir in Bewegung bleiben!

Partnerinnen und Partner des Netzwerkes für eine demenzfreundliche Region Imst:

„Plattform für eine demenzfreundliche Stadt Innsbruck“

In Innsbruck wurde die „Plattform für eine demenzfreundliche Stadt Innsbruck“ im Frühjahr 2014 gegründet. In engem Verbund mit der Volkshilfe, dem Nothburgaheim, den Innsbrucker Sozialen Diensten ISD, den Jesuiten und dem Verein VAGET sensibilisieren wir für die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Die Frage "Wie demenzfreundlich ist unsere Stadt?" steht im Mittelpunkt unseres Engagements. Wir bemühen uns um eine gute Vernetzung zwischen den verschiedenen Hilfsangeboten. Rund um den Weltalzheimertag am 21.9. organisieren wir jedes Jahr eine gemeinsame Aktion, um eine breite Öffentlichkeit und auch die politisch Verantwortlichen in Bezug auf Demenz zu sensibilisieren. 

Mitglieder der Plattform für eine demenzfreundliche Stadt Innsbruck:
 

Netzwerk für eine demenzfreundliche Region Silz - Haiming-Roppen - Vorderes Ötztal

Die Caritas hat im Herbst 2015 im Oberland mit dem Anliegen nach einer zweiten demenzfreundlichen Region ein weiteres Netzwerk initiiert. Das Netzwerk setzt sich zum jetzigen Zeitpunkt aus verschiedenen Organisationen und auch Angehörigen zusammen.

In den jeweiligen Gemeinden finden Vorträge und Informationsveranstaltungen statt, um die Bevölkerung für die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen zu sensibilisieren. Durch ein regionales gemeinsames Engagement wollen wir damit zu öffentlicher Diskussion anregen und Räume schaffen, damit zusätzliche Entlastungsangebote für die pflegenden Angehörigen entstehen können und bestehende Betreuungsangebote angenommen werden.

Wir freuen uns über jede/n, der an der demenzfreundlichen Region mitarbeiten will.

Partnerinnen und Partner dieses Netzwerkes sind:

Netzwerk für ein demenzfreundliches Zillertal

Gut leben mit Demenz im Zillertal ist die große Idee, an deren Umsetzung das Netzwerk für ein demenzfreundliches Zillertal seit Sommer 2015 arbeitet.

Seither haben wir in einem beherzten Miteinander bereits einiges umgesetzt. Neben einer gelungenen Auftaktveranstaltung mit Kabarett und Information rund um das Thema Demenz fand eine Lesung statt. 

Wir fragen pflegende und betreuende Angehörige von Menschen mit Demenz, welche Entlastungsmöglichkeiten sie sich im Zillertal zusätzlich wünschen. 

Wir wollen mit unseren Intitiativen die Herausforderungen bei Demenz nicht bagatellisieren, jedoch Mut machen und einen Erfahrungsaustausch anregen.  

Im Herst 2016 geht nun das Projekt „1 Meter Bücher Demenz“ in die Umsetzung. Einige öffentliche Büchereien im Zillertal haben für ihre Leserinnen und Leser Bücher zum Thema Demenz eingekauft. Literatur als geistige Nahrung, zum Wissenserwerb und Erfahrungsgewinn möchten wir den Zillertalerinnen und Zillertalern damit zur Verfügung stellen. 

Partnerinnen und Partner dieses Netzwerkes sind: