Soziale Nahversorgung im Wipptal gesichert

12.06.17

von links: GL Dir. Erich Nagele (RB Matrei), GL Dir. Peter Mair (RB Matrei), Caritas-Direktor Georg Schärmer und GL Dir. Wolfgang Gredler (RB Wipptal)

 

Der Wipptalfonds wurde 2010 ins Leben gerufen und gilt als Vorbild der gelebten Solidarität. Seit der Gründung konnten rund 230.000 Euro an bedürftige Wipptalerinnen und Wipptaler rasch und unbürokratisch ausbezahlt werden. Gefüllt wird der Fonds von den Raiffeisenbanken im Wipptal, den Gemeinden im Planungsverband sowie durch Spendengelder. Die Beratungskosten übernimmt die Caritas Tirol, wodurch garantiert wird, dass alle Geldmittel zu 100 % bei bedürftigen Menschen ankommen und die Objektivität und Anonymität bei der Vergabe gewährleistet sind. „Man kann mit wenigen Worten Taten setzen und beweisen, dass es noch immer viele gute Herzen gibt, die Menschlichkeit leben und das unbürokratisch und lautlos“, beschreiben die Geschäftsleiter der RB Matrei, Dir. Peter Mair und Dir. Erich Nagele die Intention des Hilfsfonds. Alle Fälle unterliegen der Verschwiegenheitspflicht. Außerdem wird sichergestellt, dass Bedürftigen keine Dauerhilfe zukommt, sondern nur zur Überbrückung von Talsohlen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Statt Bargeld auszubezahlen, werden nach Möglichkeit konkrete Rechnungen übernommen, um die ordnungsgemäße Geldmittelverwendung zu gewährleisten. Durch das Prinzip, dass es kein „blindes Anvertrauen von Geldmitteln“ gibt, wird erst aus dem Hilfsfonds ausbezahlt, wenn Einkommens- und Eigenmittelnachweise vorliegen. Mit den Betroffenen wird außerdem ein Präventivplan für künftige finanzielle Herausforderungen erstellt und dadurch zur Selbsthilfe animiert.

 

Gute Zusammenarbeit

Durch die Bereitstellung von Geldmitteln seitens der Gemeinden und Raiffeisenbanken einerseits, sowie die Erbringung professioneller Beratungstätigkeit von Seiten der Caritas andererseits wurde der Wipptalfonds zu einem Erfolgsprojekt. „Unsere Bankengruppe ist aus der Genossenschaftsidee entstanden – unser Ziel ist es, dass der Zusammenhalt in der Region funktioniert und Geldmittel sinnvoll eingesetzt werden. Ganz nach dem Motto ‘In der Region – für die Region‘, so Geschäftsleiter Wolfgang Gredler (RB Wipptal) am Rande eines Arbeitsgespräches mit Caritas-Direktor Georg Schärmer. Die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Caritas funktioniere hervorragend, sodass rasche und direkte Hilfe erfolgen könne. Auch Caritas-Direktor Georg Schärmer fand lobende Worte für die Partnerschaft: „Der Wipptalfonds ist ein Erfolgsmodell zwischen einer Bank, einer Einrichtung und politischen Gemeinden, die alle dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Jeder bringt seine Ressourcen ein – Wir ist größer als Ich. Dieses Modell garantiert soziale Nahversorgung.“ Für nächstes Jahr ist ein Event zugunsten des Wipptalfonds geplant. 

 

Sozialfonds Wipptal:
AT683632900000052001
RB Wipptal
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