„Liebe buchstabiert man mit Z.E.I.T“

04.12.17

Caritas-Direktor Georg Schärmer, Martin Lesky (Bereichsleiter Freiwilligenarbeit Caritas), Generaloberin Sr. Pauline Thorer (Barmherzige Schwestern), Bischof Hermann Glettler und Landeshauptmann Günther Platter (Foto: Caritas Suitner)

 

Vor 17 Jahren gründeten Barmherzige Schwestern und Caritas das „Freiwilligenzentrum Tirol Mitte“ und somit das erste Freiwilligenzentrum in Österreich, um ehrenamtliches Engagement in den verschiedenen Sozialbereichen zu bündeln – denn: Wenn viele einen Beitrag leisten, kann etwas Großes entstehen. Gerade in Tirol hat die Freiwilligenarbeit eine lange Tradition. Jede/r zweite Tiroler/-in engagiert sich ehrenamtlich. Damit sind wir Spitzenreiter im europäischen und österreichischen Vergleich. Am Vorabend des heutigen internationalen „Tages der Freiwilligen“ bedankten sich Vertreter/-innen aus Kirche und Politik im Festsaal der Barmherzigen Schwestern bei den Ehrenamtlichen für das Engagement. 

„Sie jammern nicht – Sie tun“
Mit öffentlichen Geldern könne man organisieren und subventionieren, es brauche aber Menschen, die Einrichtungen mit Leben füllen. „Sie jammern nicht, Sie nehmen Dinge selbst in die Hand. Sie sagen nicht ‚man sollte‘ – Sie tun“, so Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. „Danke für die Zeit, Gedanken, Hilfestellung und das unbändige Wollen, andere Menschen weiterzubringen.“  

Menschen am Rande „hereinholen“ 
Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen der Freiwilligkeit und startete mit einer Landesenquete. Derzeit werden außerdem in jedem Bezirk Tirols Menschen für ihre Dienste geehrt. „Wir haben in Tirol eine Mentalität, ‚Vergelt’s Gott‘ zu sagen“, dankte LH Günther Platter den unzähligen Engagierten im Saal. Die Freiwilligkeit habe bei uns einen besonders hohen Stellenwert. „Wir haben Arbeit, Sicherheit, soziale Absicherung und leben in einem wunderschönen Land – schlussendlich kommt es aber immer auf die Leute an, die im Land leben. Mit Ihrem Engagement holen Sie Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben, wieder herein.“

Ein Foto vom Bischof
Bischof Hermann Glettler meinte, dass er in den letzten Tagen schon genügend oft fotografiert worden sei – zückte daraufhin kurzerhand sein Handy und fotografierte die vielen Freiwilligen im Saal, die man vor den Vorhang holen müsse. „Freiwilligenarbeit ist keine lebenslange ‚Schmuserei‘, aber wir sind auf der Erde, um unser Herz zu verbrauchen.“ Dennoch sei es wichtig, ein richtiges Maß für die ehrenamtliche Tätigkeit zu finden. „Wir müssen wissen, dass unser Engagement begrenzt ist. „Engagement auf Zeit“ müsse man in Zukunft akzeptieren. Neben der zeitlichen Begrenzung brauche es auch Fortbildungsangebote für die Freiwilligen, damit sie für sich selbst etwas mitnehmen können. 

Zeit bedeutet Liebe
„Ich werde oft als der erste Bettler Tirols bezeichnet und wenn man dem Bettler etwas gibt, sagt er ‚Vergelt’s Gott‘. Für euer Geben möchte ich mich herzlich bedanken. Liebe buchstabiert man mit Z.E.I.T. Danke für euren Liebesbeweis“, so Caritas-Direktor Georg Schärmer abschließend.