Der „Kraft-Ort“ – neu belebt

15.04.18

Ein Prost auf das neue Haus: Abt. Raimund Schreier, Barbara Haas (Leiterin des Hauses), Bischof Hermann Glettler, Bürgermeister Alexander Woertz (Pfons), Bürgermeister Alfons Rastner (Mühlbachl), Landesrätin Gabriele Fischer, LAbg. Florian Riedl und Bürgermeister Paul Hauser (Matrei) (Foto: Diözese Innsbruck Rachlé).

 

Mit einer Festveranstaltung wurde am Samstag bei strahlendem Wetter das Bildungshaus St. Michael in Pfons offiziell wiedereröffnet. Der „Kraft-Ort“, Namensgeber ist der Betreiber der einstigen „Kraft-Villa“ Franz-Kraft, wurde neu belebt und soll vielen Menschen (Herzens-)Bildung und Erholung bringen. Die Caritas bietet künftig Erholungswochen für pflegende Angehörige in St. Michael an. Die zahlreichen Gäste waren eingeladen, gemeinsam zu feiern und das Bildungshaus St. Michael kennenzulernen.

Mit dem Neubau setzt die Diözese Innsbruck auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Das neue Bildungshaus ist in Holzbauweise errichtet. Insgesamt stehen für den Bildungsbetrieb zwölf Seminarräume und 58 Zimmer zur Verfügung. Den Beginn der Festveranstaltung machte ein landesüblicher Empfang. Ausgerückt waren die Schützenkompanie Matrei unter ihrem Kommandanten Bürgermeister Paul Hauser sowie die Musikkapelle Matrei-Mühlbachl-Pfons.

Glettler: Es ist geschafft!
„Es ist geschafft. Ein steiler Tag!“ So eröffnete Bischof Hermann Glettler den Festgottesdienst in der Kapelle des Hauses. Glettler zeigte ich erfreut über die tiefe und spürbare Verwurzelung des Hauses in der Region.

Die Angebote und Möglichkeiten für Menschen, die nach St. Michael kommen, seien vielfältig, so der Bischof in seiner Predigt. Das Haus sagt: Du darfst hier sein und zu deinem Frieden finden. Die Architektur mit viel Holz ermögliche Harmonie, die Kapelle bilde dabei die Mitte. Das Haus stehe auch für Seelsorge und Heilung – eine Chance seine je eigene Lebensgeschichte anzunehmen, so der Bischof. Zugleich stifte das Haus Gemeinschaft und Kommunion – wir gehören zusammen. Bildung, nicht nur Herzensbildung, mache das Leben verständlich – Gott erkläre den Sinn von allem, so Glettler abschließend.

Beste Wünsche von Vertreter/-innen der Kirche und Politik
Beim Festakt konnte Barbara Haas, die Leiterin des Hauses, zahlreiche Gäste begrüßen. In Vertretung von LH Günther Platter überbrachte LA Florian Riedl die Grüße des Landes. Riedl dankte der Diözese für das Bekenntnis zum Standort und die weitere Öffnung des Hauses als bedeutende Einrichtung für die ganze Region. Wichtige Zukunftsthemen würden hier angesprochen. „Man spürt die Warmherzigkeit“, so Riedl.

Generalvikar Propst Florian Huber, selbst von 1984 bis 1987 Leiter und Rektor des Hauses, erinnerte sich an viele berührende Begegnungen im „alten Haus“. Das neue Haus könne „gut gespeist“ in das Morgen gehen. Huber zeigte sich stolz auf die Diözese für die mutige Entscheidung. 

Landesrätin Gabriele Fischer hob in ihrem Grußwort das Bemühen der Diözese um eine Nachhaltigkeit, verbunden mit einer Wertehaltung und Spiritualität, hervor. „Wir brauchen dieses Haus in unserer Gesellschaft“, so Fischer.

Standort-Bürgermeister Alexander Woertz aus Pfons zeigte sich gerührt und beeindruckt vom Ergebnis nach nur 14-monatiger Bauzeit. „Wir sind stolz, dass die Diözese so viel Engagement und Finanzkraft in dieses Haus investiert hat.“ Das Haus sei ein Juwel über die Gemeinde hinaus für die gesamte Region. Woertz wünschte dem Team für eine erfolgreiche Zukunft viel Kraft und Durchhaltevermögen.