Die Freiwilligen Messe Tirol als „Glücksumschlagplatz“

27.11.18

Das Interesse an der Freiwilligen Messe war auch heuer wieder groß (Foto: Caritas Tirol).

 

„Die heutige Messe ist ein Glücksumschlagplatz. Das Glück, geliebt zu werden, wird nur vom Glück, lieben zu dürfen, übertroffen. Genau das passiert in der Freiwilligenarbeit“, betonte Caritasdirektor Georg Schärmer bei der Eröffnung der diesjährigen Freiwilligen Messe am vergangenen Freitag. 

Zum bereits sechsten Mal stellten insgesamt 56 Vereine und Organisationen einem breiten Publikum ihr Angebot für freiwilliges Engagement vor: „Wir bieten ein buntes Programm für die ganze Familie. Die Tirolerinnen und Tiroler wollen sich sozial engagieren, sei es in der Jugendarbeit oder in der Altenbetreuung. Vom Jugendlichen bis zur Seniorin, jedes einzelne Engagement fördert unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben“, unterstrich die Organisatorin der Freiwilligen Messe Tirol, Barbara Girardi.

Über 1000 Besucherinnen und Besucher

Dementsprechend groß war das Interesse. Mehr als 1000 Interessent/innen besuchten die Messe im Messegelände Innsbruck und machten damit deutlich: Freiwilligenarbeit ist hochangesehen und begehrt. Die Tirolerinnen und Tiroler sind Vorreiter in Sachen Freiwilligenarbeit. Jede/r Zweite engagiert sich ehrenamtlich. In Innsbruck gab es auch das erste Freiwilligenzentrum Österreichs. „Wichtig ist, dass wir auch jene Menschen wachküssen, die sich noch nicht engagieren, damit sie Feuer fangen. Vor allem die ganz Jungen und Älteren müssen wir mitnehmen“, so Vizebgm. Franz Xaver Gruber

Landesrätin Beate Palfrader freute sich, gerade in Zeiten wie diesen eine Freiwilligen Messe eröffnen zu dürfen: „In einer Zeit der sozialen Kälte und Entsolidarisierung bin ich glücklich, eine solche Messe eröffnen zu dürfen. Der Wert des Ehrenamts in Tirol beträgt rund 1,5 Milliarden Euro und ist unbezahlbar.“

Für Bischof Hermann Glettler lässt sich die Veranstaltung mit drei Worten beschreiben: „Zivilgesellschaft, Solidarität und Wachküssen. Zivilgesellschaft heißt, dass es uns nicht egal ist, wie es den anderen geht. Solidarität befähigt Menschen, sich längerfristig in den Dienst anderer zu stellen. Wachküssen müssen wir die Menschen, damit sie die Augen aufmachen und ihr Herz öffnen. Jedoch muss man gerade in der Freiwilligenarbeit viel geben – sie ist keine permanente Schmuserei.“ „Ich hab a Gaudi, dass ihr alle da seids“, so Glettler bei seiner Rede.