Caritas Familienhilfe: Die soziale Feuerwehr

04.06.20

Da Laura Fuchs viel Zeit für die Pflege- und Betreuung ihres zweijährigen Sohnes Niklas aufwendet, hat sie sich an die Caritas Familienhilfe gewandt (Foto: Laura und Jürgen Fuchs).

 

Kämpfe um Behandlungsmöglichkeiten, Reanimation, Tiefschlaf und ein Herzstillstand begleiteten das erste Lebensjahr von Niklas. Der mittlerweile Zweijährige leidet an einer höchst seltenen Lympherkrankung, bei der Lymphflüssigkeit in die Lunge tritt. Daher ist er beim Schlafen und bei Krankheit auf eine Beatmung angewiesen: „Anfangs verlief meine Schwangerschaft ganz normal und wir gingen von einem gesunden Kind aus, bis in der 30. Schwangerschaftswoche die Lymphflüssigkeit entdeckt wurde. Niklas musste sofort geholt werden und die Welt hat sich für uns mit einem Schlag geändert“, blickt Mutter Laura auf die Geburt zurück. Das erste Lebensjahr verbrachte das Kleinkind fast durchgehend im Krankenhaus. Mittlerweile ist der Bub zwei Jahre alt und bei seinen Eltern zu Hause.

Die soziale Feuerwehr
Da Laura Fuchs viel Zeit für die Pflege- und Betreuung ihres Sohnes aufwendet, hat sie sich an die Caritas gewandt: „Man kann Niklas keine Minute alleine lassen. Wenn er schläft, muss ich ihn beobachten. Andere Mütter können in dieser Zeit den Haushalt schmeißen. Daher habe ich mich entschieden, mir Hilfe zu suchen und diese in der Caritas Familienhilfe gefunden.“ Seit einem Jahr kommt einmal wöchentlich Familienhelferin Daniela zur jungen Familie. Sie erledigt dabei die großen Arbeiten im Haushalt und in der Coronazeit auch den Einkauf, da Niklas und seine Großmutter im selben Haus zur Risikogruppe gehören. „Durch die Unterstützung von Daniela haben wir mehr Zeit für die Pflege, Betreuung und Förderung unseres Sohnes“, unterstreicht Vater Jürgen. 

Ungewisse Zukunft
Neben einem Beatmungsgerät in der Nacht wird Niklas derzeit zusätzlich über eine Magensonde ernährt, weil er durch die lange Zeit im Tiefschlaf das Essen nicht gelernt hat: „Ob er je ein normales Leben führen kann, wissen wir nicht, aber es gibt Fälle, wo die Lymphe nachgereift sind. Die Hoffnung besteht jedenfalls und wir kämpfen weiter und machen das Beste aus der Situation“, zeigt sich Laura Fuchs kämpferisch. Trotz der schwierigen Umstände gibt es auch immer wieder Lichtblicke: „Vor ein paar Wochen begann Niklas, auf eigenen Beinen zu stehen. Er ist ein glücklicher Kerl und das macht auch uns glücklich, den Rest können wir nicht beeinflussen.“

Der Selbstbehalt für die Caritas Familienhelferin wird der Familie nicht verrechnet. Dies wird durch Spendengelder ermöglicht. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die die Anliegen der Caritas unterstützen, damit wir auch weiterhin wirksam helfen können. Unterstützen auch Sie uns!