Innsbruck braucht Menschen, die helfen

26.06.20

Initiator Laurin Strele-Pupp, Stadträtin Elisabeth Mayr und Direktor Georg Schärmer präsentierten die Plattform (Foto: Caritas Tirol).

 

„Der Traum vom unkomplizierten und frei zugänglichen Spenden und dem gemeinsamen Verändern des Innsbrucker Stadtbilds“, genau das stellt sich das junge und engagierte Team von Freiwilligen des Innsbruck Social Clubs vor. Die neu gegründete Plattform solidarisiert und soll Innsbrucker/innen die Möglichkeit geben, Hilfe anzubieten, Hilfe zu finden oder Spendenprojekte gemeinsam zu entwickeln. Mithilfe von Partner/innen aus verschiedensten Branchen werden diese Projekte verwirklicht. Die verspiegelten Spendenboxen, welche als starkes Symbol für die Hilfsbereitschaft gelten, werden in Geschäftslokalen, Museen und Cafés aufgestellt. Passend zu jedem Spendenprojekt gibt es Postkarten, sie symbolisieren den Zweck der Spende. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, online über die Webseite das Projekt mit einer Spende zu unterstützen. Neben einer vertrauensvollen und engen Zusammenarbeit wird auch die Transparenz beim Innsbruck Social Club großgeschrieben. Die Finanzierung der Projekte ist dauerhaft online auf der Webseite verfolgbar. Unterstützt wird die Plattform von der Caritas der Diözese Innsbruck: „Die älteste Caritas in Österreich wurde in Innsbruck gegründet – nicht von oben, sondern von engagierten Bürger/innen. So auch der Social Club. Das hat mir bei diesem Projekt besonders gefallen“, so Direktor Georg Schärmer.  


Startschuss mit Frisierstube
Das erste Projekt soll bedürftigen und wohnungslosen Menschen einen kostenfreien, professionellen Haarschnitt ermöglichen, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Mit einer geplanten Endsumme von € 10.000,- kann im ersten Jahr eine Halbtagskraft in der Frisierstube angestellt werden. Auch ein Sozialladen mit kostenfreier Kleidung und Hygieneartikeln wird in der Frisierstube seinen Platz finden. „Sich wohlfühlen in der eigenen Haut ist kein oberflächliches Thema“, so Stadträtin Elisabeth Mayr, die das erste Projekt und die Solidaritäts-Plattform unterstützt: „Solidarität hat in der Coronazeit funktioniert und liegt in der DNA der Menschen.“ Nach erfolgreicher Umsetzung der Frisierstube sind bereits zwei weitere Projekte in Planung.


Ein Zeichen des Miteinanders
„Im Fokus stehen nicht nur Geldspenden“, betont Laurin Strele-Pupp, Mitbegründer der Plattform, „auch Zeitspenden sind von großer Bedeutung“. Freiwillige sind herzlich willkommen, sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten einzubringen. „Ein schönes Beispiel dafür ist eine Friseurin, die bereits zugesagt hat, zwei Mal in der Woche in der Frisierstube auszuhelfen und somit das Projekt freiwillig zu unterstützen.“ Im Mittelpunkt des Innsbruck Social Clubs stehen vor allem heimische Sozialprojekte und Einrichtungen sowie private und individuelle Anliegen. Anfangs will sich der Social Club jeweils vierteljährlich einem Spendenzweck widmen, bevor ein neues Projekt unterstützt wird. Der Kerngedanke ist das Zusammenrücken und das Vernetzen der Menschen, um Probleme zu lösen und jedem Menschen eine Stimme zu geben.