Die Advent-Serie von Caritas und Tiroler Tageszeitung beginnt heute passenderweise mit einem Adventkalender. Aus dem kann man aber keine Schokolade oder andere Dinge herausholen, nein, er wird jeden Tag mit etwas befüllt. Schüler der Musikmittelschule Imst haben es im vergangenen Advent ausprobiert.
Jeden Tag etwas hineintun, statt herauszunehmen – klingt irgendwie nach einem umgekehrten Adventkalender. Und ist es auch. Diese Aktion gibt es jedes Jahr im Advent. Organisiert wird sie von der Caritas, in Kooperation mit dem österreichweiten Netzwerk „füreinand“. Menschen, die sich entscheiden bei der Aktion mitzumachen, nehmen eine stabile Kiste und befüllen diese täglich mit haltbaren Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder sonstigen nützlichen Alltags-Dingen. Die Sachspenden werden dann bei einer der Caritas-Annahmestellen abgegeben und von dort aus an jene Menschen verteilt, die in Not sind und die Dinge dringend brauchen.
Die Musikmittelschule Imst hat im vergangenen Advent großes Engagement bewiesen: Rund 170 SchülerInnen beteiligten sich an der Aktion. „Ich finde es einfach schön, gerade zu Weihnachten, Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht“, erklärt zum Beispiel Mara. Ihre Klassenkameradin Josefine schließt sich an: „Dass wir damit anderen Leuten eine Freude machen können, ist toll. Wir haben einfach immer wieder beim Einkaufen etwas mitgenommen – zum Beispiel Nudeln, Mehl, Zucker oder Salz. Jeder hat so viel in den umgekehrten Adventskalender gelegt, wie er oder sie wollte und konnte.“
Zusammengekommen ist eine riesige Box voller Sachspenden, die dem Sozialmarkt Imst zugutekamen. Menschen mit nachweislich niedrigem Einkommen können dort Lebensmittel und Waren des täglichen Gebrauchs zu besonders günstigen Preisen einkaufen.
Im Unterricht wurde das Projekt ebenfalls behandelt: Die Schülerinnen und Schüler tauschten sich aus, welche Lebensmittel zum Beispiel lange halten bzw. was für den Adventkalender sinnvoll wäre. Liebevoll gestalteten sie außerdem im Werkunterricht die riesige Kiste, die danach in der Aula der Schule aufgestellt wurde und fortlaufend mit Spenden gefüllt werden konnte. Bei der Übergabe der Spenden, war den SchülerInnen der Stolz deutlich anzusehen.
