Klarstellung von Georg Schärmer

20.03.20


„Mein Posting vor einigen Tag hat große Wellen geschlagen, vielleicht auch einzelne verletzt, was ich bedauere und wofür ich mich aufrichtig entschuldige. Nie und nimmer hinterfrage ich freie Meinungsäußerung, schon gar nicht den Auftrag der freien Presse.
 
Zusätzlich sei gesagt:
 
1.       Auch wir haben Grund genug, manche Vorgänge rund um die Corona-Krise-Bewältigung zu kritisieren.
Wir werden dies zur rechten Zeit – jetzt ist sie nicht - und gepaart mit konstruktiven Vorschlägen zur Verbesserung bei Politik und Behörden anbringen.
Der Einsatz für die Schwächsten - gerade auf den vielfältigen Caritas-Schauplätzen - ist uns besonders wichtig. Sie sind derzeit besonders und zusätzlich verletzbar.

2.       Wir plädieren für respektvollen Umgang, wohlwissend, dass uns dieser in belastenden Situationen, gerade in der Wortwahl manchmal selbst abhanden kommt.
Wir vermeiden Beschämung und Schuldzuweisung.

3.       Wir pflegen vertrauensvolle Solidarität mit den Mitgliedern von Lageteams und Einsatzleitungen, die das beste versuchen. Sie können kaum auf Erfahrungswerte zurückgreifen, eine solche Pandemie gab es in dieser Form noch nie.
Erkenntnisse und Ableitungen müssen in kürzester Zeit schon wieder neu eingeschätzt werden. Fehler sind im besten Fall Lehrende.

4.       Dankbar begegnen wir dem, was alles noch erstaunlich funktioniert: Lebensmittelversorgung, Strom- und Wasserversorgung, Medizin und Pflege, öffentlicher Verkehr, Berichterstattung, …
 
Georg Schärmer
Caritasdirektor

 
Darüber hinaus habe ich für mich eine neue, positive Umschreibung von „Besserwisser“ gefunden: Im Nachhinein weiß ich es besser wie vorher.“